Home Sweet Home

20.02. – 21.02.2007 und noch mal 24 Stunden unterwegs

Gestern abend waren wir noch in einem typisch amerikanischen Diner essen. ansonsten war es ein ruhiger Abend, den ich mit Kofferpacken verbracht habe. Für heute hab ich mir keinen Wecker gestellt. Hoffe darauf, dass ich wach werde vom Rumräumen von Arne und Berber. Das funktioniert. Nach dem Frühstück bringen wir erst Arne zur Schule und dann Berber mich zum Flughafen.
Beim Einchecken ein kleiner Schock. Ob ich denn 2 Pfund aus der Tasche in den Koffer packen kann. Wohl kaum, der Koffer ist noch schwerer. Es endet in 50$ für zuviel Gepäck. So’n Mist. Aber so hab ich mein Zeug dabei.
Berber lässt mich bald alleine, muss halt auch in die Schule.

Der Flughafen ist langweilig. Es ist wie ne Bushaltestelle. Es gehen von hier ja auch nur Flüge nach Phoenix in deser kleinen Dash 8. Als ich einsteig mach ich noch Witze über die Lampen. Diesmal geht aber alles. Wir müssen erst noch enteist werden und dann gehts los. Mein Sitznachbar frägt mich ob ich schon öfter aus Flagstaff weggeflogen bin. Er hat angst seit er einen (Auto) Unfall hatte. Dafür dass er soviel Angst hat fliegt er aber noch ne ganze Strecke (Washington DC und noch weiter)

In Phoenix hab ich recht wenig Zeit. Aber auch nur ne kurze Strecke zum nächsten Gate. Ich habe wieder einen Gangplatz. Diesmal aber am Notausgang, ich werde vor Abflug noch gefragt, ob ich denn gewillt bin, die nötigen Aufgaben (Öffnen des Notausgangs, Weg raus finden) im Falle eines Falles durchzuführen. *nick*
Auch hier verläuft alles reibungslos.

In LA frag ich erstmal die Polizisten nach meiner Jacke. Ich werde zum Lost and Found geschickt. Leider haben die meine Jacke auch nicht. Ich fülle einen Wisch aus aber ich glaub nicht, dass ich die jemals wieder seh.
Dann hol ich meine Taschen ab. Die sind brav angekommen. Um einen weiteren Exess Bagage zu vermeiden wechsel ich von meinen Sportschuhen in die Docs. Die sind etwas schwerer. Dann wander ich zum Terminal wo mein Flug weggeht. Dummerweise ist der Schalter von Air New Zealand erst um 13.00 uhr offen. Na toll, jetzt darf ich zwei Stunden warten. Ich finde eine Steckdose und fang endlich mal an, das Archiv für Januar zu erstellen. Und hol mir noch ein Sudokuheft.
Um 1 versuch ich zum Check in zu kommen. Ich brauche fast 20 min, weil der einzige Aufzug tierisch langsam ist und vor mir noch andere Leute stehen, die rauf wollen.
Diesmal werden meine Taschen wieder einfach so akzeptiert. Ich bekomme einen Gangplatz. Diesmal merk ich es rechtzeitig. Leider sind meine Wunschplätze (ganz hinten oder am Notausgang) besetzt. Ich bekomm aber einen Fensterplatz recht weit hinten in einer Reihe die sonst noch nicht besetzt ist.
Der Rest ist wieder Routine. Ich finde noch ein neues Buch für den Flug
Am Gate setzt sich eine alte Dame zu mir. Sie frägt wo denn das Gate 21 ist. Sie fliege nach London, aber mit einer anderen Fluggesellschaft.Weil ich noch zeit habe, gucke ich wo das Gate 21 ist und finde auch noch dabei raus, dass sie tatsächlich am Gate 23 sein muss. Sie freut sich sehr über meine Hilfe und erzählt dann ein bisschen aus ihrem Leben.

Dann geh ich wieder an Bord. Meine Reihe ist tatsächlich frei geblieben. Diesmal kann ich dann doch etwas aus der Luft erkennen. Wir fliegen direkt über Las Vegas. Der Grand Canyon liegt leider an der anderen Seite vom Flugzeug. Bald wird es dunkel und ich widme mich wieder den Filmen. Diesmal erst Marie Antoinette mit Kirsten Dunst und nach etwas Schlaf noch Driving Lessons. Ansonsten ist der Flug ereignislos.

In London muss ich erst durch die Passkontrolle, diesmal geht das um einiges schneller als im September. Transfer vom einen zum anderen Terminal. Und wieder viel Zeit zum totschlagen. Ich bearbeite schon mal die Bilder von Taranaki.
Auf dem Flug nach München bin ich noch nicht wieder gewohnt deutsch zu sprechen. Spätestens beim Tee ist klar, dass das keine Engländer oder Kiwis sind. Denn statt Milch bekomm ich Kaffeesahne bäh!

In München ist alles sehr ruhig. Meine Koffer sind auch wieder da. Die einzigen Abholer die sich freuen sind meine Eltern. Ich bekomm gleich meine erste Brezel. Lecker, das hab ich echt vermisst. Es ist ungewohnt wieder bayrisch zu hören, und die Bäume sind so verdammt kahl. Nicht dass es in Flagstaff nicht auch Winter war, aber dort standen nur Juniperbäume und die sind immergrün.

Dann heim und Essen und ausschlafen.