Erste Schritte in der Schweiz

Am Sonntag bin ich dann mal losgeeiert. Vermieterin war sehr erstaunt als ich plötzlich da stand, hat sie doch erst am Montag mit mir gerechnet. Öhja, ich muss ja nur am Montag anfangen zu arbeiten.

Aber ansonsten ists ok. Ich krieg Schlüssel, Zimmer, Anweisungen wo ich was finde etc.

Montag erstmal auf die Gemeinde mich melden. Ich brauche noch ein Fotoli für den Ausländerausweis. Ansonsten reicht der grüne Zettel von meiner Vermieterin, mein Pass und der Arbeitsvertrag und so bin ich zumindest schonmal gemeldet und meine Aufenthaltsbewilligung ist auf dem Weg. Ahja, Krankenkassenkärtli bräucht ich auch noch. Noja, kommt nach, genauso wie das Fotoli.

Dann ab zur Arbeit. Statt den üblichen Rundgang und Kollegen (haha, ich bin ja derzeit quasi alleine) kennenlernen gibt es gleich Besprechung. Mittagessen und weiter Besprechung. Um vier darf ich heim, nur um dann Abends nochmal Essen zu gehen. Ich finde das ja Schwerstarbeit. Da ich das einzige weibliche Wesen am Tisch bin, muss ich immer zuerst sagen, was ich will, dabei guck ich doch immer lieber erst was die Anderen machen, damit ich nachäffen darf und nicht als Idiotin dastehe.

Der Dienstag dauert dann kürzer. Wieder gehts mit Besprechung los. Und dann Mittagessen. Immerhin ist danach Ende, weil Chef wieder nach Deutschland abhaut. Da mein Büro zwar schon vorhanden ist, aber sonst auch gar nix, hab ich auch nix zu arbeiten.

Mittwoch ist in Deutschland (zumindest da wo ich dann hinmuss) Feiertag. In der Schweiz nicht. Ich nutze die Zeit für meine Krankenversicherung, für die geschickterweise meine Vermieterin Vertreterin ist. Der Preis klang brauchbar. Ich hoffe mal, ich hab da nicht allzuviel falsch gemacht. Immerhin ist jetzt die obligatorische Grundversicherung vorhanden, und Aufstocken geht immer.

Am Nachmittag geh ich zur Bank zum Konto eröffnen. Das geht völlig problemlos. Ausweis reicht. Kontoführungsgebüren ist das pro Jahr, was ich bei einer anderen Bank in Euro pro Monat zahl. Kärtchen ist auch beantragt, ebenso wie das Online-Banking. Jetzt muss nur noch mein Arbeitgeber die Nummer wissen, damit da auch mal Geld drauf landet.

In der Gemeinde lass ich dann doch noch schnell das Fotoli machen. Dann ist das schonmal geschehen. Von der Krankenkasse brauch ich erstmal das Kärtli, das kommt wohl erst später.

Abends dann nach Deutschland. Ins Haus Anne Sophie dort gibts dann erstmal Internetstress. Da ich sonst immer alles über W-Lan mache habe ich keinen Netzwerkkartentreiber installiert, um einen Treiber zu bekommen brauche ich Internet…. Wie auch immer. ich habs hinbekommen (teures T-Online Hotspotgedöns). Und bin online.

Heute dann der erste Tag in der Zentrale. Hier dann tatsächlich Kollegen Kennenlernen, Betriebsbesichtigung (Whoa Hochregallager, ziemlich beeindruckend). Mittagsessen mit Kollegen. Und nochmal Internetprobleme. Da ich einen Ferienarbeiterpass habe, habe ich keinen Internetzugang und keine E-mailadresse. Immerhin kann ich mir noch die Adresse für die eigentliche Arbeit besorgen und kann (über nen Gastzugang ins Internet) per Webacces zugreifen. Jetzt existiere ich auch wieder für die Arbeitswelt.

KO. ich hab soviel gegessen in den letzten Tagen. Und ich komm nicht dazu es wegzuarbeiten. Ich werde in nem Monat in die Schweiz rollen.