Wohnungsgeschichten

Das Forum scheint ja derzeit genauso im Wohnungssuchstress zu sein wie ich. Und was für Preise die als hoch ansiedeln? Kaum zu glauben.

Nun gut, komme ich doch einfach aus einer beliebten und entsprechend teuren Gegend. Da kann man von 270€ für 50 m² oder gar 540 für 80 m² nur träumen. In München und südliches Umland  zahlt man nunmal für eine Wohnung deutlich mehr. Meine erste Wohnung hat hübsche 1000 DM gekostet, meine jetzige deutlich kleinere kommt warm auf 670 Euronen (ok, das ist mit Tiefgaragenstellplatz, aber die andere hatte auch nen Parkplatz bei.)

Jetzt mal zur Schweiz. Da ist alles etwas teuerer. Dafür kriegt man da aber auch etwas mehr Geld, jawohl. Mein derzeitiges Limit ist bei 15oo Franken. (*rechen* ca 1000 Euro). Dafür kann man kriegen: Supermoderne 2,5 Zimmerwohnung mit Parkett ca 48 m² ruhig gelegen mit Gartensitzplatz. Wobei man so einen Sitzplatz mitnichten mit unserem schönen Garten in Deutschland verwechseln sollte. Meist ist das ein Terässchen von Balkongröße und man teilt sich die Wiese dahinter mit den ganzen anderen Bewohnern des Hauses.

Aber in der Schweiz geht es weniger nach Quadratmetern, so kann man für mein Limit genauso gut eine 4 Zimmer Wohnung mit 100 m² bekommen. Da meine derzeitige Vermutung da liegt, dass der Preis vom Renovierungsstatus abhängt, will ich glaub ich gar nicht wissen, wie heruntergekommen so eine Wohnung sein muss. Die erste die ich so gesehen habe (also 4 Zimmer 80 m² war schauderhaft).

Der Vorteil der Schweizer Wohnungen im Vergleich zu den Deutschen liegt meiner Meinung nach eindeutig in der Küche. Denn die ist immer drin und verfügt in den teureren Wohnungen fast immer über eine Spülmaschine.

Der große Nachteil ist im derzeitigen Leerstand im Züricher Umland. Der beträgt  weniger als 1%.  Ich habe keine Ahnung wie das in anderen Umgebungen so ist. (in München wohl auch kaum). Auf jeden Fall hat das zur Folge, dass auf eine solche Wohnung mehrere Bewerber kommen die dann per Formular um diese Wohnung buhlen. In einem solchen Formular werden dinge abgefragt wie: welche Haustiere, wieviel verdient man, wird man betrieben (=hat man Schulden) , spielt man ein Instrument. Warum zieht man aus der alten Wohnung aus, wer war der vorherige Vermieter (möglichst mit Adresse und Telefonnummer)  liegt eine Aufenthaltsbewilligung C (das wäre mehr als 5 Jahre in der Schweiz) vor  etc. etc.

Auf jeden Fall gibt es jetzt einen leichten Hoffnungsschimmer. Mir wurde jetzt eine Wohnung in der Nähe meiner Arbeit angeboten. Ruhige Lage, Haustiere erlaubt. 2 Zimmer, eigene Waschmaschine und Tumbler (meistens hat man eine, die man mit dem Rest des Hauses teilen darf). Dummerweise ist kein Parkplatz dabei, so gar nicht, und in der Straße gibt es keine Straßenparkplätze.  Und dummerweise habe ich mir am Montag und heute Wohnungen angesehen, die mir etwas gemütlicher erscheinen. Leider werde ich davon nicht rechtzeitig erfahren ob ich sie bekomme oder nicht. Einziger Nachteil der beiden hübscheren Wohnungen ist die jeweilige Hanglage, die ein “ich fahr dann mal mit dem Radl *hust* Velo” schon fast im Keim ersticken. Mal sehen, wir gucken sie uns am Sonntag nochmal an und machen uns über Parkmöglichkeiten schlau. Und dann wird entschieden.

Damit das nicht nur Text ist hier noch ein Bild vom morgendlichen Blick aus meinem Zimmerfenster: