Bücherstöckchen: Tag 5 – Ein Buch, das du immer und immer wieder lesen könntest

Und wieder kann ich nicht nur ein Buch nennen. Aber, jetzt heisst es immerhin nicht mehr “dein sowieso Buch” sondern “ein”

Da ich meistens schnell lese geht manchmal ein Teil der Informationen verloren. Und manche Bücher muss ich daher dann öfter lesen, damit ich auch jeden Aspekt mitbekomme. Und manche Bücher sind einfach so fesselnd geschrieben, dass ich, auch wenn ich nur einen kleinen Teil nachgucken will sofort wieder gebannt bin, und das Buch wieder lese.

Auch gehöre ich nicht zu den Leuten, die etwas einmal gesehen/gelesen haben müssen um es sich zu merken. So kann es passieren, dass ich Bücher gelesen habe und wenn mich jemand etwas später fragt worum es da ging und was jetzt die Quintessenz war, das einfach nicht mehr genau beantworten kann. Also worum es ging dann meist schon noch. Aber das ist dann fast so aussagekräftig wie der Klappentext. “es geht um einen Jungen, der im mittelalterlichen Frankreich in die Wirren des 100 Jährigen Kriegs gerät” oder so ähnlich. Also nicht sehr hilfreich.

Woran ich mich dann aber gut erinnern kann, ist, ob mich ein Buch gefesselt hat, oder eben nicht. Und daran mache ich dann fest, ob ich es noch einmal lese oder auch nicht. Und das muss nicht zwingend tolle Literatur sein. Eigetlich eher das Gegenteil. Meistens lese ich Bücher noch einmal, die sich leicht haben lesen lassen, wo die Geschichte auch manchmal unglaublich einfach gestrickt ist. Hauptsache man kann sich darin verlieren und sich wohl dabei fühlen.

Aber ich wollte ja ein Buch nennen. Und ich wähle aus den vielen einfach mal drei. Wobei man die als eines sehen könnte. Es ist eine Serie von Thea Beckman. Deren “Kreuzzug in Jeans” ja vor nicht allzulanger Zeit verfilmt worden ist.
Aber die Bücher die ich meine sind jene auf die ich in meiner “Kurzzusammenfassung” anspiele. “geef me de ruimte” (Gib mir die Zügel), “triomf van de verschroeide aarde” (Matthis der Herold) und “het rad van fortuin” (Unter glücklichem Stern)

Spannend geschriebene Jugendbücher mit sehr gut recherchierten geschichtlichen Hintergrund. So hat es Bertrand du Guesclin tatsächlich gegeben. Er spielt aber nicht die Hauptrolle, wird aber über viele Jahre hinweg begleitet von Matthis, Marie und Berton (die letzten beiden sind erfunden). Viel wichtiger ist sein Herold Matthis der im 14. Jahrhundert den “chanson de bertrand du Guesclin” schrieb. Über ihn ist so gut wie nichts bekannt, was Beckman die Möglichkeit gab ihm eine Geschichte zu erfinden und ihn auch mal Geoffrey Chaucer treffen zu lassen.

Und ja, ich lese sie immer und immer wieder, auch wenn es eigentlich Jugendbücher sind, wobei da vermutlich der einzige Unterschied zu den anderen historischen Romanen ist, dass keine genauen Beschreibungen von Vergewaltigungen und sonstigen sexuellen Kontakten drin sind. Alles schön keusch dort. 😉

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