Seegfrörni

In Deutschland werden gefrorene Seen ja nicht offiziell freigegeben. Es wird allenfalls gesagt, dass man der Meinung ist, dass jemand auf eigene Gefahr aufs Eis darf. In der Schweiz liegt es an den Gemeinden einen See freizugeben. Dafür wird dann die Eisdicke gemessen, Absperrungen errichtet, es werden Sankas aufgestellt und man gibt sich alle Mühe und dann wird gesagt “dieser oder jener See ist freigegeben”

Und dann nennt man das “Seegfrörni”. Das heisst ein See ist völlig zugefroren. Das letzte Seegfrörni auf dem Zürisee war 1963, da war der Winter sogar kalt genug um den Bodensee völlig zufrieren zu lassen (und das war auch das Jahr in dem die Elfstedentocht in den Niederlanden zur Hölle wurde und von über 9000 Teilnemern nur 69 die Tour beenden konnten). Der Zürisee ist dieses Jahr natürlich nicht völlig zugefroren, dafür war der Herbst zu warm und auch diese Kälteperiode zu kurz.

Das Hafenbecken in Rapperswil wurde aber tatsächlich freigegeben und wurde von der dort ansässigen Eishockeymannschaft auch zum Training benutzt.

Aber wir haben noch einen weiteren See bei uns in der Nähe. Der Pfäffikersee wurde am Wochenende nach längerem hin und her freigegeben und wir haben uns am Sonntag aufs Eis gewagt. Auf diesem See gab es zuletzt 2006 ein Seegfrörni. Angeblich war er da Schneefrei und Schwarz. Uns präsentierte er sich schneebedeckt. Die Eisfläche war auch nicht gleichmässig, sondern es gab Verwerfungen, Schneeverwehungen und rauhe Stellen. Wir waren also froh auf den Schlittschuhverleih verzichtet zu haben, denn die Leute, die Schlittschuhe hatten kamen kaum zum Gleiten. Wir spazierten also ne knappe Stunde auf dem See herum und erfreuten uns an den stürzenden Kindern und den Lichtspielen im Sonnenuntergang. Leider war es etwas diesig und daher sind die Bilder teilweise etwas trüb.

Aber guckt selbst: