Die ewige Suche

aglaiya-icon-landscapes-02Seit wir wussten, dass wir unsere Familie erweitern wollten, haben wir nach einer grösseren Wohnung gesucht. Zunächst nicht wirklich intensiv, war es ja nur die Idee die Familie auszubreiten. Intensiver wurde es, als ich tatsächlich schwanger war, nur um dann abrupt noch einmal abgebrochen zu werden, als klar wurde, dass erstmal gar nicht sicher war ob wir überhaupt in der Schweiz bleiben. Als auch das letztes Jahr im August geklärt war, haben wir unsere Bemühungen intensiviert um dann doch etwas mehr als 2,5 Zimmer zur Verfügung zu haben.

Ich kann nur sagen: Es war ein Krampf. Ich habe ja hier schonmal so über die Schweizer Wohnungen allgemein geschrieben. Das hat sich nicht wirklich geändert. Wenn uns eine Wohnung gefallen hat und sie uns tatsächlich angeboten wurde (was tatsächlich zweimal passiert ist) hat sich auf dem zweiten Blick dann doch etwas als recht negativ herausgestellt.

So war die eine Wohnung in Turbenthal. Das mag zwar schön gelegen sein, aber man ist recht weit ab vom Schuss. Nachdem wir aber doch die Nähe zu Zürich schätzen und auch die gute Erreichbarkeit, wäre das was die Mobilität betrifft ein ziemlicher Rückschritt. Die andere Wohnung die uns angeboten wurde, hatte in der gesamten Wohnung Steinboden und man konnte die Fenster, die keine Fenster waren nicht kippen. Das Schlafzimmer hatte kein direktes Fenster sondern ging zum Wintergarten raus. Dazu war sie recht teuer und es hing noch der Tabakgeruch in den Einbauschränken.

Die weiteren Wohnungen, die wir uns angesehen haben und für die wir uns tatsächlich beworben haben (das waren nicht wirklich viele, weil viele Wohnungen bei der Besichtigung schon rausgeflogen sind) haben uns nicht genommen.

Bis endlich an Ostern, als wir im Urlaub waren, der erlösende Anruf kam. Wir haben eine Wohnung!

Aber als wir den Mietvertrag bekommen haben, fiel uns erstmal die Kinnlade runter. Denn darin stand, dass in der Wohnung im bewohnten Zustand in unmittelbarer Zukunft die Küche und Bäder inklusive Fenster saniert werden sollen und wir davon absehen dafür Schadensersatz zu erwarten. What?

Also nachgefragt: wie sieht das denn aus? Wie läuft das ab? Wann genau? Und wird es eine Mieterhöhung geben?

Die ersten Antworten waren etwas vage: ja genau weiss man das noch nicht, vermutlich nach der Garagensanierung aber noch dieses Jahr. Mieterhöhung ja, aber wie hoch tatsächlich keine Ahnung.

Also noch mal nachgefragt und dann letztendlich mit dem Chef gesprochen. Sanierung wird erst nächstes Jahr stattfinden. Währenddessen gibt es eine Mietzinsreduktion und die Mietzinserhöhung wird so früh angekündigt, dass man (theoretisch, nicht wenn man erstmal 9 Monate sucht) rechtzeitig kündigen kann.

Also gut.

Wir haben eine Wohnung! Wir unterschreiben heute den Vertrag, und schon am 2. Juni bekommen wird den Schlüssel. Dann muss aber vermutlich noch gestrichen werden und es soll noch Teppich ersetzt werden, aber dann können wir einziehen. Und dann haben wir:

Eine Erdgeschosswohung mit 2 Etagen. Im Erdgeschoss ein grosses Wohnzimmer mit Küche, ein WC mit Dusche, 2 Schlafzimmer und einen Abstellraum. Vor der Küche ist eine Terasse, vor dem Wohnzimmer auch, und die beiden Schlafzimmer teilen sich auch eine.

Im Keller gibt es dann noch ein Zimmer – vor dem auch noch einmal eine Terasse ist – und ein Bad mit Badewanne. Noch ein kleiner Abstellraum und ein Keller, wobei der dann auch noch einen Ausgang richtung Waschküche und Garage hat.

Dazu kommt ein Garagen und ein Aussenstellplatz, damit wir unseren Fuhrpark unterbringen könne. Und wie sehr ich mich darüber freue, müssen wir ja jetzt immer bis zum Bahnhof laufen um unser Auto zu holen und es danach auch wieder wegstellen.

Apropos Bahnhof: der ist auch nur 600 m weit weg und hat einen Viertelstundentakt nach Zürich rein. Mit einer Fahrzeit von 20 min. Da ändert sich für uns also quasi nichts.

Jetzt müssen wir unsere Wohnung kündigen und einen Nachmieter suchen, damit wir nicht bis September doppelte Miete zahlen. Aber ich bin da zuversichtlich.