Waschtag

MusicalPanties-Stock000153655 Heute hätte ich mal wieder Waschtag gehabt. Hätte gehabt, weil Waschmaschine kaputt.

Hier in der Schweiz hat man in den Mietwohnungen hauptsächlich zwei Optionen.

Entweder man hat – wie wir in der alten Wohnung – einen Waschturm, sprich Waschmaschine und Trockner in der Wohnung, oder man hat eine Gemeinschaftswaschmaschine im Keller, die man sich mit mehreren Parteien teilen muss.

Wir hatten tatsächlich bei den ganzen Wohnungen eine einzige, bei der man seine eigene Waschmaschine hätte mitbringen sollen und diese im Waschraum hätte unterbringen können. Und eine bei der der Waschturm im Keller war und es tatsächlich noch einen weiteren Trockenraum gab.

Vorteil von Waschmaschine und Trockner in der Wohnung: man kann waschen wann man will und wie viel man will.

Nachteil: meistens hat man keinen Trockenraum und es steht dann der Wäscheständer mit den Sachen, die man besser nicht im Trockner trocknet in der Wohnung rum. Und weil das recht viel ist, kann man auch nicht alles an einem Tag waschen, es sei denn man hat eine Wohnung mit einem Extraraum in dem man einfach mal so zwei Wäscheständer unterbringen kann oder gibt dafür sein Wohnzimmer her.

In der neuen Wohnung aka Sommerresidenz haben wir eine Gemeinschaftswaschmaschine. Und weil die Schweizer da immer (*übertreib*) sehr korrekt sind, geht das natürlich nicht ohne entsprechenden Waschplan. Dieser läuft hier nach, “Wer zuerst kommt, mahlt zuerst” und wer zuerst die Liste sieht, kann sich an seinen favorisierten Tagen eintragen. Die Tage sind dann auch noch schön in Blöcke a 5 Stunden aufgeteilt. Nachdem die Liste für Juni und Juli natürlich schon hing als ich hier eingezogen bin, blieb mir der Freitag Nachmittag und Abend. (Für August war ich schneller, aber jemand war nicht glücklich mit meiner Eintragung am Donnerstag Nachmittag und hat fröhlich meine Nummer durchgestrichen und sich selbst eingetragen.)

An meinem ersten Waschtag ging es schon gut los. Es stand vor der eigentlichen Maschine eine Leihmaschine. Als ich dann meine Wäsche eingeladen hatte und das Kochwäsche 60°C Programm wählte bin ich etwas erschrocken: 3h sollte das Programm dauern. Wie praktisch, wenn man zwei Ladungen Kochwäsche (einmal bunt einmal weiss), 2 Ladungen 40° Wäsche und eine Ladung 30° Wäsche hat. Da bleibt dann so richtig viel übrig von den 10 Stunden die man waschen darf.

Nun gut, eine Woche später stand dann wieder die normale Waschmaschine zur Verfügung und die braucht für das 60° Programm dann nur noch süsse 75 min. Das geht schonmal besser.

Am Feiertag darf man natürlich nicht waschen. So fiel letzter Freitag aus. Mal abgesehen davon, dass ich eh nicht konnte, weil wir ja unterwegs waren.

Am Dienstag habe ich noch eine Lücke entdeckt und wollte zumindest eine kleine Ladung Wäsche waschen, weil halt.

Ich lade also ein. Waschmittel dazu dosiert. Einschalten. Oh ohne Strom geht natürlich nichts. Also meinen tollen Waschschlüssel eingesteckt. Noch immer nichts. Huh? Dann sehe ich den Drehschalter. Also da auch noch anschalten. Da hat es wohl jemand sehr genau gemeint. Wasser war auch noch ausgedreht. Und dann? Statt dem üblichen Programm stehen Fehlercodes im Display. Ich gucke nach was die bedeuten: “blabla -> Servicetechniker anrufen” Na toll. Wen soll ich da anrufen? Diese Information wurde uns wie so vieles nicht gegeben.

Also Waschmaschine wieder ausgeladen, Waschmittelfach ausgespült. Gehofft, dass Person, die um 17:00 waschen wollte, weiss, wen man informieren muss.

Heute dann: Grosser Zettel auf der Waschmaschine: “Waschmaschine wieder defekt, bitte schreibt doch einen Zettel und informiert die Verwaltung” Ah Verwaltung, ich dachte es gibt noch eine Hauswartungsfirma….

Neben dem Zettel so ein Revisionszettel: Waschmaschine überprüft, nicht funktionsfähig. Datum 6.8. und nu? Habe ich einen Berg ungewaschener Wäsche und keine Ahnung, wann ich wieder waschen darf. Donnerstag? Na mal sehen, wo wir an unsere Wäschegrenzen stossen.

 

 

Die neueneue Wohnung hat Waschmaschine und Tumbler im Bad. Leider muss ich da auf den schnelltrocknenden Trockenraum verzichten, aber ich habe dann auch ein Zimmer in dem ich meinen Wäscheständer verstecken kann.