Demotivierende Motivation

Ich habe im Rahmen von der Recherche zu einem potentiellen Jahresthema für die Fotogruppe einen für mich neuen Podcast gefunden. Diesmal geht es um Fotografie. Die Hosts sind aus München und Zug, irgendwie sehr witzig, die mir am meisten geläufigen Dialekte in einem Podcast zu finden. Auch wenn sie sich selbstverständlich auf Hochdeutsch unterhalten ist die Färbung deutlich vorhanden.

Ich höre mir das sehr gerne an. Die Beiden und ihre jeweiligen Gäste sprühen vor Enthousiasmus über die Fotografie. Man bekommt sofort Lust sich die Kamera zu schnappen und raus zu gehen.

Aber dann kommen doch wieder die mich demotivierenden Sprüche wie: “Du musst dich von der Masse abheben” “Du musst anders sein als alle anderen, sonst fällst du nicht auf” “Dann kannst du auch einfach Hochzeitsfotografie machen”.

Dann würde ich die Kamera am liebsten auch gleich wieder ins Eck legen, weil von der Masse abheben? Kann ich nicht.

Ich bin schon froh, wenn ich gute Bilder mache, die ähnlich der Masse sind. Muss ich denn so anders sein als die anderen? Freuen sich nicht Leute, wenn sie Bilder bekommen die “ähnlich zu” sind? Ist Hochzeitsfotografie so verwerflich, weil das das Handwerk ist, womit viele Fotografen das Geld bekommen? (nicht, dass ich das könnte)

Hmpf.

Und doch ist es motivierend da zu zuhören. Aber eben leider nicht immer, es ist einfach ein anderes Genre als das in dem ich mich bisher bewegt habe. Mal sehen. Wer weiss ob ich mich in der Zukunft doch mal mit dem Thema auseinander setze. Weil dazu motiviert es eben schon. Und wenn ich erstmal nachmache.

Immerhin habe ich mich schon für den ersten Workshop dieses Jahr angemeldet ;).