Spass und Spiel

“Wie alt sind denn die beiden?”

“1 und 2”

“Macht CHF 22”

Jau! Danke auch. Willkommen in der Schweiz. Wenn du nicht weisst, was du mit dem guten Geld machen kannst, was du in der Schweiz verdienst, bekomme Kinder. Du hast keine Chance auf einen Teilzeitjob in deiner Qualifikation, dein Mann auch nicht, er verdient aber mehr als du und so endest du völlig ungewollt im heteronormativen Ernährerhaushalt wo du dann das Geld, das der Mann nach Hause bringt für deine Kinder ausgeben kannst. (Mir ist klar, dass das nicht immer so ist, bei uns ist es so gelaufen, wobei ja auch die Qualifikation momenten nicht mein gewünschter Job ist und ich momentan meinen Hintern nicht weit genug hochbekomm etwas daran zu ändern).

Aber gut. Es ist wie es ist und ich habe heute also diesen tollen Schnapszahlbetrag (der übrigens unter dem lag, was ich dann doch verdient habe, weil ich brav Passbilder geliefert habe) gezahlt für Spass und Spiel.

Bei dem derzeitigen Sauwetter (hallo meteorolügischer Frühlingsanfang) ist der Indoorspielplatz eine gute Alternative. Vor allem dann, wenn man ja eh nicht so fit ist und die Kinder einem daheim erst recht auf der Nase rumtanzen würden.

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Also haben wir uns mit einer Freundin und deren Bekannten zum Spielen verabredet. Und ja es war spassig. Meine beiden haben wie immer erstmal skeptisch die Umgebung betrachtet um sich dann reinzuwerfen in Bällebad.

Es dauerte dann auch nicht lange bis auch das Kletterteil für die grösseren ausprobiert werden musste. Aber bloss nicht alleine: “komm mit”. Also Herbstkind in Obhut der anderen gelassen und dann gemeinsames Rutschen. Und dann Autoscooter “juhu!” war dazu der Kommentar und es wollte grad gar nicht aufhören. Wir hatten am Eingang zwei Chips dafür bekommen (für jedes Kind einen) jeder weitere “das macht dann einen Franken”

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Dann mussten die Trampolins ausprobiert werden. “Auf jedes nur ein Kind” ja klar, am ende waren es dann 3.

Nach der Snackpause war das Frühlingskind locker genug um auch alleine in das Kletterteil zu gehen und zu rutschen und auch mal nach rechts zu gehen wo wir vorher immer links gegangen sind. Die anderen wollten essen und ich habe mein gerade durch Snacks aktiviertes Kind nicht aus dem Spiel bekommen. indoorspiel-004

 

Letztendlich sind die alleine gegangen und ich habe ca. eine halbe Stunde mit einem sehr müden Kleinerkind auf dem Rücken versucht das andere Kleinkind dazu zu überreden doch bitte die Schuhe wieder anzuziehen, damit wir nach Hause fahren können weil das Herbstkind schlafen möchte und ich was essen möchte.

Die Schuhe hat es dann erst im Aufzug zur Tiefgarage angezogen. Und im Auto war dann sehr schnell schlafende Ruhe. +

Fazit: teurer Spass, aber grosser Spass. Und das mit dem Trampolinspringen muss dringend öfter geübt werden.