Perpektivwechsel

Manchmal macht es Sinn, die Perspektive zu wechseln. Beim Fotografieren soll sich der Fotograf bewegen und nicht nur aus einem Winkel aufnehmen.

Das gilt auch, wenn man Sachen sucht.

Heute habe ich die Perspektive gewechselt. Nicht beim aktiv fotografieren oder suchen, sondern es hat sich ergeben.

Das Herbstkind hatte sich in der Küche an einer Schublade den Finger eingeklemmt. Um sie zu trösten setzte ich mich zu ihr auf den Küchenboden und während sie sich daumennuckelnd an mich lehnte wanderte mein Blick und blieb hängen. Oberhalb der bösen Schublade, die mein Kind zum weinen brachte war etwas ‘anders’.

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Es lag auch nicht auf dem Rand der Schublade, wie ich erst vermutete, sondern in der Umfassung vom Ofen oberhalb der Schublade. Und dann wurde mir klar was es war.

Vor ca. einem Jahr hatte das Frühlingskind eine “das ist Müll” Phase und es wurde einiges weggeworfen, was ich dann grummelnd wieder aus dem Müll ziehen musste und ich bin mir sicher, dass ich auch Sachen übersehen habe. Und bei diesem Teil dachte ich auch, dass es im Müll gelandet war, denn ich war mir sicher, dass es die Küche nicht verlassen hatte (hat es ja auch nicht). Dabei gehört es sogar zum Müll. Aber um den Mülleimer in der Küche zum leichteren einwerfen des Mülls leicht kippen zu lassen. Dadurch gab es auch einen Deckel für den Müll, den wir dann nicht mehr verwenden konnten, weil er ja nicht mehr kippen konnte. Führte zu leichten Geruchsbelästigungen. Andererseits haben wir durch zwei Wickelkinder momentan eh genug Müll, dass sich das Problem meist nicht wirklich ergab.

Aber ab heute hat unser Müll wieder einen Deckel. Der Haken vom Frühlingskind unter den Ofen entführt ist wieder aufgetaucht.

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