Tagebuchbloggen: Leben in Zeiten von Corona

Ich habe eigentlich Lust, wieder mehr zu bloggen. Dazu aber noch nicht wirklich eine Ahnung, wie ich ich die Themen, über die ich eigentlich bloggen will angehen möchte. Also versuche ich mich im “aus der Schreibblockade schreiben” oder so. Und erzähle jetzt einfach aus unserem Alltag, wie wir mit der derzeitigen Situation umgehen.

Immerhin haben wir einen Garten für draussen ohne andere Menschen

Ab morgen dürfen unsere Kinder nicht mehr in die Schule. E. hatte letzte Woche schon ein bisschen Husten und vermutet daher, dass sie eh schon infiziert ist, aber einen milden Verlauf hat. Zoe ist also schon seit Mittwoch? nicht mehr im Büro. Das Frühlingskind hatte Donnerstag und Freitag Bauchweh und war auch nicht in der Schule. Also eigentlich haben wir schon einen Vorgeschmack für die nächsten 6 Wochen bekommen.

Aber es ist eben doch etwas anderes, wenn E. eh nicht wirklich arbeitet, weil krank. Das Kind nicht irgendwie lernen sollte, weil krank.

Laut Schule sollen wir Lernaufträge für die Kinder (oder nur das Schulkind?) bekommen. Auch mit Anweisungen zum Lernen. Ich frage mich ja, wie das in den Familien läuft, in denen die Eltern in den kritischen Jobs arbeiten. Die Schule bietet aber eine Notfallbetreuung an. Aber die sollte natürlich auch so wenig wie möglich genutzt werden, weil…
Wir gehören da quasi mit mir als Daheim-Mutter und E. die im Homeoffice arbeiten kann, zu den etwas glücklicheren Fällen. Vor allem auch deswegen, weil das Projekt an dem E. hätte arbeiten müssen, derzeit nicht wirklich durchgeführt wird.

Aber dennoch. Das Frühlingskind braucht eine Möglichkeit zu lernen, ohne vom Herbstkind abgelenkt zu werden. E. braucht eine Möglichkeit zu arbeiten, ohne von den Kindern abgelenkt zu werden.

Mein ehemaliges Arbeitszimmer, das E. für sich haben wollte, wurde bisher noch nicht mit einem neuen Plan belegt. Momentan stehen da noch mein Tisch zum Zuschneiden/Drucken/Bilder selektieren und ein paar Regale darin. Und ich hatte dort die Legoboxen rein gestellt, damit ich das sortieren kann.

Nachdem von den Kindern der Wunsch aufkam, dass sie jetzt doch je ein eigenes Zimmer haben wollen, hatte ich gedacht, dass wir evtl. das Bett vom Herbstkind umziehen.

Eine E.Cave entsteht

Tja. Das wird wohl vorerst nicht geschehen. E. ist also heute mit ihrem Schreibtisch in die “E. Cave” eingezogen. Und für das Frühlingskind habe ich den gerade frei gewordenen Platz im Schlafzimmer wo das Beistellbett stand mit einem kleinen Schreibtisch versehen, damit es einen Ablenkungsarmen Ort hat, an dem es lernen kann.

Ein Lernort für’s Frühlingskind

Und zum grossen Glück ist das Wetter wohl die nächsten Tage auch gut, so, dass wir dann doch die Möglichkeit für draussen haben, ohne uns weit bewegen zu müssen, sondern einfach die Terasse nutzen können. Heute haben wir schon mal mit Sähen angefangen. Das heisst wir können über die nächste Zeit beobachten, wie unsere Blumen gedeihen.

Und das Lego kann ich jetzt dann auch alles bauen, damit die Kinder was zu bespielen und wieder zerstören haben. Vielleicht schaffe ich es ja, dann zumindest ein Paar Sets zusammenzusortieren, damit die Kinder sie auch wieder bauen können, ohne an der Suche nach den Einzelteilen zu verzweifeln.

Und eine gute Sache ist noch die, dass die Kinder noch nicht den grossen Freundeskreis haben, den sie jetzt sehr vermissen könnten und auch sonst gerne mal Couchpotatoes sind. Könnte sich eventuell als Vorteil zeigen.

Also wir bleiben zu Hause. Und auch ihr: #staythfckhome bleibt gesund und verbreitet den Mist nicht.