Tagebuchbloggen: Social Distancing – Fail

Heute war also der erste Tag, an dem keine Schule war.

Statt, wie es eigentlich hätte sein sollen, zu Hause zu bleiben war ich mehr unterwegs als sonst.

Erstmal bin ich zum Bäcker gefahren. OK. Die haben auch ab morgen noch immer offen – Ab morgen dürfen in der Schweiz nur noch die essenziellen Geschäfte wie Lebensmittelhandel, Kiosk, Apotheke, Arztpraxen, Metzger und Bäcker öffnen.
Ich hatte noch festgestellt, dass die Kinderzahncreme leer ist, und ich das am Wochenende nicht mehr geholt hatte. Also wollte ich im Dorfladen neben dem Bäcker auch noch kurz danach gucken. Doch dann kam die Nachricht: “die kleine Gefriertruhe war über Nacht aus, alles aufgetaut” oO.

E. hatte beim einrichten der E.Cave festgestellt, dass sie unbedingt jetzt noch eine Pflanze für das Zimmer braucht. Also war ich erstmal noch im Gartencenter. Dort haben die Leute ganz normal eingekauft, die Kinder auf dem Spielplatz spielen lassen. Tja und ich kann sie nicht wirklich dafür verurteilen, schliesslich war ich ja selbst da.

Da steht sie, die Pflanze

Durch den Gefriererunfall doch noch zum grösseren Supermarkt. Ein paar Sachen aus dem fast leeren Tiefkühlregal holen. Kinderzahncreme. Spontan noch eine Pflanze.

Am Nachmittag bin ich dann auch noch mit dem Frühlingskind zum Second-Hand Laden gegangen, der ausnahmsweise heute offen war, weil wer weiss denn, wie lange das noch geht….. Das Kind hatte die letzten drei Wochen auf einen Radiowecker gespart, den es dort gesehen hatte. Immerhin wurde es mit 20% Ausverkaufsrabatt belohnt. Unterwegs: Kinder die miteinander auf der Strasse spielen.

Am Nachmittag habe ich dann den ersten Wohnungskoller bekommen. Und das obwohl ich draussen war. Die Wohnung ist dank zu Hause bleibender Familie auf dem Weg ins Chaos. Und leider macht mich das etwas Aggressiv. Dazu kommt, dass E. und ich dann zwar die selben Ziele haben, aber die Wege unterschiedlich sind und so bei den Kindern unterschiedliche Anweisungen ankommen. Nicht hilfreich.

Ich habe keine Bilder von draussen, also gibt es ein Bild von der Katze,

Aber letztendlich wird es schon. Ich habe meine Aggression mit Aufräumen abgebaut. Die Kinder waren viel im Garten (ohne andere Kinder) und das Frühlingskind hat sehr ausgiebig mit den Bügelperlen gebastelt, und weil wir als Voraussetzung für Bildschirmzeit Aufräumen gesetzt haben, blieben die heute aus.

Das Frühlingskind nutzt den neuen Schreibtisch um in Ruhe mit den Bügelperlen zu basteln

Eine der Lehrerinnen hat angerufen. Sie eruieren erstmal welche Ressourcen für die Kinder vorhanden sind (W-Lan, Laptop/Computer an dem das Kind arbeiten kann, gibt es Geschwister, die diese Ressourcen auch brauchen etc. ) Erst später ist mir aufgefallen, dass gar nicht nach einem Drucker gefragt wurde. Ich bin gespannt. Schulisch haben wir heute nämlich noch gar nichts gemacht.