Tagebuchbloggen: Struktur? Was ist das?

In den Social Media fliegen momentan die Tips, wie eins Homeoffice und Kinderbetreuung und Homeschooling wuppen kann.

Ich stelle wieder fest, dass es ein ziemliches Privileg ist, dass ich eben nicht Homeoffice machen muss. E. hat sich krank schreiben lassen, ist aber weiterhin auf dem “Ja, naja es fühlt sich halt trocken im Hals an” aber ohne Fieber. Daher ist zoe auch in der Lage einen Teil zu machen. Und ich huste halt. Aber mehr auch nicht.

Ich beginne meinen Tag, nach Frühstück und Anziehen mit Bügelperlen bügeln. Das Frühlingskind will eine Pokémon Party machen und für die Einladung hat es Bügelperlen Pokebälle gemacht. Es möchte auch gerne schon die Einladungen machen. Leider muss ich erklären, dass wir momentan noch nicht wirklich wissen, wann wir die Party machen können. Wenn ich daran denke, dass viele eh schon davon ausgehen, dass die Schulen bis zu den Sommerferien zu bleiben, wird das wohl schwierig werden.

Bügelperlen bügeln

Heute kommt dann auch das Mail mit der Info von der Lehrerin. Die Kinder sollen in Gruppen von 4 zur Schule kommen und ihre Arbeitshefte und andere Materialien abholen. Ab Donnerstag gilt dann tatsächlich Homeschooling.

E. startet damit heute schon. Zoe übt mit dem Frühlingskind lesen. Das Herbstkind darf YT gucken, muss aber nach jedem Video ein bisschen im Kinderzimmer aufräumen. Ich sauge in der Wohnung und mache anderes Haushaltsgedöns.

Nach dem Mittagessen geht E. eine Runde spazieren. Einer der Vorteile vom “Auf dem Land Leben”. Eins kann raus und wenig bis keine Menschen treffen und sich von denen die eins trifft auch gut distanzieren.

Die Kinder gehen in den Garten. “Faulenzen”.

Die Kinder wollen sich nicht unterhalten. Deswegen sitzen sie hintereinander

Ich versuche Tee zu trinken und den Tisch zu wischen. Statt dessen kommt das Herbstkind rein und erklärt mir, dass es in die Hose gemacht hat. Gross. Uärgs. Kind unter die Dusche, Klamotten erst in den Eimer, und nachdem die vorherige Wäsche aus der Maschine draussen ist, ab in die Waschmaschine.

Einmal Kinderwäsche waschen

Der Eimer wird dann anderweitig nochmal eingesetzt. Ich habe einen Pflanztopf in Raupenform, den ich bemalen möchte. Der muss also noch kurz sauber gemacht werden. Das Herbstkind hilft mir dabei.

Das Frühlingskind will noch ein bisschen lesen üben. What? Irgendwas macht E. richtig. Immer wenn ich mit dem Frühlingskind üben will, fliesst es vom Stuhl, beginnt zu schnaufen und findet es zu schwer. Also das Kind übt, das andere hört zu.

Lesen üben

Und ich? Ich baue Lego mit der Katze

Und das Herbstkind freut sich, wenn es fertig ist.

Kannst du mir jetzt den Truck dazu bauen?

Ich bau keinen Truck, sondern bemale mit den Kindern die Raupe. Dann gehe auch ich noch eine Runde spazieren.

Sonnenuntergang

Fazit: OK. Kein Wohnungskoller. Die Bildschirmzeit war nicht übermässig. Das Kind hat sogar ein bisschen was geübt und wir haben keine Orte besucht, die bevölkert waren.

Meine Gedanken sind bei allen, die neben der Kinderbetreuung noch ihren bezahlten Job machen müssen. Bei denen, die im medizinischen Bereich arbeiten und nicht daheim bleiben dürfen. Bei denen, die heute hier den Müll abgeholt haben und denen, die in den Supermärkten für die Versorgung mit Lebensmitteln sorgen. Den Paketdiensten und Pöstlern die jetzt die ganzen Sachen liefern müssen, die wir nicht mehr im Laden kaufen können.