Tagebuchbloggen: Gestresst durch Normalität

Heute muss ich dann doch einkaufen. Als ich in der Tiefgarage ankomme, merke ich, dass ich da etwas vergessen hatte. Nämlich, dass wir vor 7 Uhr unser Zeug und Auto hätten entfernen müssen. Nachdem ich mir dafür keinen Termin in gemeinsamen Kalender gemacht habe gemacht hatte und E. solche Informationen zwar hört, aber diese dann nicht in sofern verarbeitet werden, dass das zu Aktion führt, durfte ich also einen nassen Kindersitz, eine nasse Pinnwand und ein nasses Bakfiets aus der Garage holen. Nachdem aber danach nicht noch einmal durchgeguckt wurde, haben wir jetzt ziemlich viel Dreck auf unserem Stellplatz liegen.

Mich macht das irgendwie fertig. All der ganze Mist, die seltsamen Einschränkungen beim Einkaufen – Abgedeckte Produkte, die nicht verkauft werden dürfen, Abstandslinien etc. – Kinder von zu Hause aus schulisch begleiten, E. dauerhaft im Homeoffice, all das ist OK, aber dieses “Wir ziehen das jetzt durch, weil machen wir ja immer so” bringt mich aus der Fassung.

Aber gut. Ich gehe dann erstmal einkaufen.

Ich habe gehört, dass es Orte gibt an denen es noch immer kein WC-Papier gibt. Dies ist kein solcher Ort.

Als ich nach Hause komme, sind die Kinder wieder auf der Insel. Auf Twitter geht die Frühlingsputzaktion weiter. Heute ist das Gewürzregal dran. G. hat einen Artikel über Lagerung und Haltbarkeit von Gewürzen verlinkt. Drin steht, dass Gewürze möglichst nicht in Herdnähe stehen sollen. Meine Gewürze stehen in einem extra Regal direkt über dem Herd. Ich mache ein Foto. Und weil ich schon dabei bin, putze ich das halt auch. Und werfe auch gleich mal einen Salzstreuer runter, so dass ich den Küchenboden auch noch fege.

Sauber und ein paar Sachen weniger

So langsam merkt man dem Frühlingskind an, dass es nicht nur mit Apps und Insel berieselt werden will. Ich nutze also tatsächlich das freiwillige Lernheft von der Schule. Das Kind ist aber enttäuscht, dass es tatsächlich lesen muss…. Ich wechsel auf das Heft, wo mehr zum Zeichnen und Rätseln drin ist. Und setz mich mit meinem eigenen Heft dazu. Zahlen verbinden und Sudokus.

Lange hält die Motivation nicht, aber die Augen bekommen Monster

Die Insel scheint dann noch immer faszinierend zu sein. Ich setze mich kurz an den Rechner um neue Tagesplanbilder zusammen zu suchen. Dabei fällt den Kindern ein, dass wir ja Kekse backen wollen. Also mache ich schon wieder einen Teig. Der muss aber 2 h kalt stehen, also wird das tatsächliche Backen erst morgen stattfinden.

und nochmal backen

Teig im Kühlschrank und E. aus dem Homeoffice draussen, gehe ich raus. So ein bisschen Sonne und Natur tanken. Ich spamme also noch ein paar Frühlingsbilder.