Tagebuchbloggen: uff

Vorhin einen Tweet gesehen: war wohl aus dem Fest und Flauschig Podcast

Wenn du Kinder hast, kannst du gerade gar nichts machen. GAR NICHTS.

So aus dem Zusammenhang gerissen – ich vermute mal es ging eher um, wenn du Kinder hast, kannst du gerade nicht (sinnvoll, ohne Partner etc) irgendeiner bezahlten Arbeit nachgehen – kommt da bei mir ein:

Von welchem Nichtstun bin ich dann am Abend eigentlich so fertig?

Denn natürlich mache ich nicht nichts. Ja, ich arbeite gerade nicht gegen Geld. Aber genug zu tun gibt es hier auch ohne Gehalt. Und ja mir ist bewusst, dass wir gerade die Idealvorstellungsfamilie sind mit nur einer Person, die Lohnarbeit macht und das im Home Office machen kann, und einer, die sich um Kinder kümmern kann und einer grossen Wohnung mit Garten. Allen Eltern, die diese Doppelbelastung mit Job und Kindern zu Hause in den so unterschiedlichen Situationen: Ihr rockt!

Der Tag beginnt früh. E. war gestern quasi mit den Kindern ins Bett gegangen, so das zoe um 5:15 aufstehen kann um rennen zu gehen. Ich dagegen war erst um 1:00 Uhr im Bett und brauche entsprechend dann doch fast bis um 8:00 bis ich dann auch wach bin.

Ich bin ein bisschen ziellos. Zu viele Dinge, die erledigt werden sollen. Die Kinder sind tatsächlich am Vormittag erst mal in ihrem Zimmer am “aufräumen”. Heisst, sie haben alle Dinge, die am Boden rum lagen und Sammelboxen fürs Spielzeug aufs Bett gelegt. Ich nutze die Chance um kurz den Saugroboter ins Zimmer zu schicken.

Die Kinder wollen mit Oma videotelefonieren. Die erreichen wir erstmal nicht. Dann halt die andere Oma und Opa, die erreichen wir auch nicht. Also rufen wir E.s Schwester an. Die sitzt momentan auch zu Hause, weil ihr Job derzeit nicht machbar ist. Wir quatschen kurz, sie muss aber zwischendrin auf ihre Kinder aufpassen, die gerade mit Schnitzmesser rumhantieren, also lassen wir sie das tun.
Oma ruft dann auch noch zurück, also quatschen wir auch noch kurz mit ihr.

Ich drucke Wochen/Tagesplanfotos aus. Der Drucker druckt aber erstmal mist, also mache ich Düsentest und Reinigung um dann festzustellen, dass mein Drucker das mit den Farben besser weiss, als das Programm…

Die Kinder machen auch mit, und wir schneiden die Bilder aus und laminieren.

schnipsel

Und dann ist es plötzlich schon 12:oo uhr und ich habe noch nichts zum Essen geplant. E. muss um 13:00 Uhr schon weiter machen also gehe ich schnell ins Dorf um Brot zu holen und verschiebe das Kochen auf den Nachmittag.

Nach dem Essen werden die Kinder fordernd und wollen dies und das und die Plätzchen. Ich fühle mich gehetzt, schicke die Kinder in den Garten, bin pampig und laut. Aber wir machen dann Plätzchen. Leider hört das Herbstkind überhaupt nicht zu, nascht die ganze Zeit am Teig und schleckt sich die Finger ab und mich stört das heute massiv und ich schicke es weg. Möchte das aufgeräumt wird, möchte eigentlich Wäsche wegräumen, das Bett frisch beziehen, Sport machen etc.

Kekse backen..

Ich bleibe genervt. Mache die Kekse aber fertig. E. hat die wichtigen Meetings hinter sich und bietet an, dass ich jetzt einfach gehen soll. Ich stelle fest, dass es erst 15:00 Uhr ist. Es fühlt sich an, als wäre es schon 17:30

Aber ich nutze die Chance, dass E. sich um die Kinder kümmern kann und radel zum Vitaparcours.

Wald

Wald, Musik und Bewegung bringen mich dann doch ein bisschen zur Ruhe. Hält leider zu Hause nicht lange. Beim Duschen kommt ständig ein Kind rein und die Wohnung hat sich natürlich nicht magisch aufgeräumt.

Es ist dann auch Zeit zum Kochen, und da rufen dann auch die Schwiegereltern an. Die Kinder, die schon am switch Spielen waren, wollen gerade nicht. E. quatscht dann mit ihnen.

Nach dem Essen versuche ich dann doch noch ein bisschen Ordnung ins Chaos zu bringen. Der Müll quillt über, die Kinder haben im Kinderzimmer Luftschlangen zerschnipselt und meine Saugaktion war also gleich wieder zunichte gemacht. Ich sammel den Müll ein, bringe ihn raus. Sammel draussen auf der Terasse das Zeug ein, giesse die Pflanzen, denn hier hat es inzwischen seit 2 Wochen nicht mehr geregnet. Im Wald war auch schon der Warnhinweis wegen Waldbrandgefahr.

Zwischen Zähneputzen und Waschen, räume ich die saubere Wäsche noch weg, ziehe das Bett ab (E. ist inzwischen auch wieder da, zoe war nach dem Essen noch kurz spazieren). E. kümmert sich auch darum die Kinder so weit ins Bett zu bringen, was heisst, dass sie zusammen noch die Dinge wieder von den Betten entfernen müssen.

Bett frisch bezogen, noch kurz vorlesen. Herbstkind in den Schlaf kuscheln.

Das Frühlingskind hat das eigentlich als Geburtstagsgeschenk geplante Puzzle bekommen und mit E. zusammen noch angefangen. Ich hole noch schnell die Puzzlematte aus dem Keller, damit wir das halbfertige Puzzle wegräumen können.

E, bringt das Frühlingskind ins Bett und ich fange an zu bloggen. Zwischendrin noch chatten mit meiner Schwester.

Müde.