Tagebuchbloggen: letzter Tag distance learning

Heute war der letzte Tag an dem ich die Kinder zu Hause mit mehr als normalen Hausaufgaben triezen musste. Wobei das Herbstkind nicht mal wirklich eine Aufgabe für heute hatte. Diese Woche sollte es eine Sonnenblume pflanzen und das hatten wir am Montag erledigt.

In der Früh habe ich schon keine Lust. Gestern war schon so ein meh-Tag an dem ich fast nichts zustande bekommen hatte (ausser den Wocheneinkauf). Heute war das nicht wirklich besser. Ich versuche mich zu motivieren, die Kinder zu motivieren, zu duschen und beiden gerecht zu werden. Endet erstmal in Tränen, weil das Herbstkind erstmal die Switch nimmt um Rübenpreise zu checken und ich sauer bin, weil ich gerne hätte, dass die Kinder erst die Aufgaben machen. Super Start – nicht!

Ich scheuche das Frühlingskind zum anziehen, mich selbst unter die Dusche und nachdem wir beide angezogen sind, legen wir los. Das Herbstkind hat sich von E. trösten lassen und ist motiviert. Ich suche also aus den noch hier rumliegenden Aufgaben eine heraus und schicke es in Es Zimmer, damit es das Frühlingskind nicht ablenkt. Das möchte erst die Eistee-Aufgabe machen. Nachdem es letztens selbst ein Rezept machen sollte hat es jetzt eines von einem anderen Kind aus der Klasse bekommen und muss es nachkochen. Ich mache also erstmal Eiswürfel und vertröste das Kind auf den Nachmittag, weil wir auch weder Pfefferminze noch Zitrone da haben.

Dann machen wir erst die eine Seite der Mathe-Aufgaben. Das Herbstkind kommt und möchte noch eine Aufgabe machen. Ich rücke noch eine Aufgabe heraus. Das Frühlingskind plagt sich durch die Aufgaben. Mit Mühe bekommt es 4 Sätze von den erwarteten 6 aufs Papier, die Rechenaufgaben findet es extrem langweilig.

Ich lenke mich mit Ausmalbildchen ab.

Das Herbstkind möchte noch eine Aufgabe machen. OK. Also die nächste herausgerückt. Das Frühlingskind plagt sich noch immer. Nach der dritten Aufgabe reicht es dem Herbstkind. Ich rücke die Switch raus.

Ich gebe dem Frühlingskind noch 5 min und entlasse es dann auch. Ist eh schon Zeit für Mittagessen.

Nach dem Essen ist das Frühlingskind sehr motiviert für den Eistee. Wird aber noch etwas abgelenkt und malt ein bisschen, ich werde abgelenkt aber wir schaffen es raus. Nicht ohne eine erfolglosen Suche nach der Regenjacke. Es hat deutlich zu wenig geregnet in letzter Zeit. Inzwischen sind beide Regenjacken gerade unauffindbar.

Wieder zu Hause geht es los mit Tee kochen und Zitrone pressen. Das Rezept hat keinerlei Mengenangaben (klar, was erwartet ihr von Kindern aus der ersten Klasse?) aber wir basteln etwas. Es schmeckt sogar deutlich besser als unser Versuch.

Den Rest des Nachmittags versumpfen wir ein bisschen. Es gibt eine Mail von der Schule. Ab nächster Woche geht der Unterricht wieder voll los. Abweichung sind Schwimmunterricht, weil das Schwimmbad renoviert werden muss und Turnunterricht, weil die Garderoben gesperrt sind. Heisst aber nur, dass sie schon in Turnkleidung zur Schule gehen sollen – im Sommer ja gut machbar. Auch werden die Türen etwas früher geöffnet, damit sich nicht allzuviele Cluster bilden können und Zeit zum Hände Waschen bleibt.

Grössere Anlässe gibt es natürlich auch nicht und bei ein paar Sachen wie Besuch in den neuen Klassen ist noch unklar ob das stattfindet. Ich bin gespannt.

Am Abend möchte das Herbstkind mit der Switch ausmalen. Das Frühlingskind entscheidet sich für die Papiervariante und macht noch zwei Bilder.

Beim zweiten muss ich schon wieder scheuchen, weil Bettzeit und morgen müssen beide in die Schule/Kindergarten. Das letzte mal in der halben Klasse.