Tagebuchbloggen – Time Warp

Heute hat jemand aus der historischen Näh-Bubble auf Instagram gefragt, ob die Follower beibehalten, wie viel Zeit für ein Projekt verwendet wird. Meine Antwort lautete in etwa, dass ich mich super leicht ablenken lassen, andere Dinge zwischen schiebe und dann in einem Time Warp lande. Ich weiss also nie, wie lange ich irgendwas gemacht habe. Es kommt vor, dass ich denke etwa 20 min etwas gemacht zu haben und dann waren es nur 5 oder eher 60. Zeit einschätzen, wie lange ich für etwas brauchen könnte, ist für mich schlicht unmöglich. So gibt es also entsprechend auch Tage wie heute, an denen ich am Abend da sitze und mich frage, was ich denn jetzt den Tag über tatsächlich getan habe.

Also. Ich habe heute genäht. Natürlich nicht ohne zwischendrin – entgegen meinem Plan – doch ab und zu auf Social Media zu gucken um die ganze Palette von “ich verfolge die US-Wahlen im Minutentakt” über “hier ein paar gute politische Nachrichten” hin zu “business as usual” und “zeigt mir Bilder von euren Haustieren, ich will mich ablenken” zu lesen.

Dann hatte ich heute Physiotherapie, weil mein Rückenproblem von Juni/Juli noch immer etwas bedarf hat. Zu Hause angekommen gab es Pakete und dann auch schnell Kinder und Essen kochen und so.

Ein geöffnetes Paket. Obenauf liegen zwei kleine Päckchen mit Gummibärchen, die eine Rechnung abdecken von der ein paar Posten zu erkennen sind.
Süsses um die hohe Rechnung abzufangen.

Ich habe dann Pakete ausgepackt und musste mit meinen Kindern um einen Gymnastikball kämpfen habe genervt einen Gymnastikball aufgepumpt. Immerhin haben die Kinder recht begeistert damit gespielt, als ich das blöde Ding endlich auf ein vernünftiges Mass bekommen hatte.

Das Nachbarkind kam auch vorbei, da hat der Ball dann nicht mehr die Zugkraft gehabt, aber ich konnte doch noch ein bisschen an Nähdingen weiter machen, oder habe ich die Wäsche weggeräumt?

Dann doch noch ein Fixpunkt. Das Frühlingskind musste zum Reiten. Die Zeit habe ich zum Bloggen genutzt, weil das Nachbarkind noch immer da war und mit dem Herbstkind Animal Crossing gespielt hat.

Der Abend ging im üblichen, essen – versumpfen (Kinder basteln für sich) – aufräumen – Betthupferl – zähneputzen – waschen – vorlesen – mit Frühlingskind basteln – rum.

Ein grosser blauer Karton auf dem ein paar ausgeschnittene Papierformen von pokèmon liegen.