Wut

Das zeitlose Mamablog hat sich ein Schwerpunktthema herausgesucht, was mich stark anspricht. Sie hat in ihrem Haus wohl öfter mal mit Wut zu tun. Und hier ist es nicht sehr viel anders. Und leider leider fühle ich mich von dem Satz:

Seine Wut zu beherrschen und konstruktiv umzulenken ist etwas, was auch viele Erwachsene nicht beherrschen (vielleicht nie beherrschen werden) und es erfordert lebenslanges Lernen, um die dazu nötige Reife zu entwickeln.

ziemlich angesprochen.

Denn ich war als Kind häufig wütend und das hat sich nicht nur auf die “Trotzphase” bezogen, sondern sich sehr viel weiter gezogen. Und es gab auch wenig Leute, die damit tatsächlich gut umgehen konnten. Eigentlich nur meine Spotlehrerin, die es tatsächlich geschafft hat mich dazu zu bringen, die Wut in den Sport umzulenken. Und das ist auch so ein bisschen meine einzige Strategie. Wenn ich wütend bin, hilft schwimmen, radfahren, reiten. Es ist also fast immer ein körperliches Ventil, das ich nutze.

Die andere Strategie ist mir Dinge nicht zu nahe kommen zu lassen das die Wut überhaupt herausgelockt wird und zurück zu weichen.

Leider funktioniert das im familiären Umfeld nicht immer. Dort habe ich das “Trotzkind” das seinen eigenen Kopf durchsetzen will und das ist nicht immer das, was ich will. Und da ist es dann schwer zu sagen: “Schätzchen, ich bin grad wütend ich geh mal alleine ne Runde schwimmen”.

Statt dessen werfe ich dann völlig unpädagogisch mit den Schuhen, die das Kind gerade nicht anziehen will durch die Gegend, oder haue mit der Faust auf den Wickeltisch wo das Kind liegt das mich gerade in den Bauch getreten hat. Das ist also ein Vorbild, das ich natürlich so nicht sein möchte und das Einzige, was ich mir darauf denken kann, ist, dass ich wenigsten authentisch war….

Ich bin also gespannt was zu dem Thema kommen wird.