Muttertagswünsche

ich wurde – mal wieder von Julie – auf die Aktion #Muttertagswünsche , #Vatertagswünsche aufmerksam gemacht. Muttertag hatte in meiner Familie nie einen grossen Stellenwert und auch mein Vater gehörte nicht zu den Bollerwagenfahrern.

Seit mein Kind in der KiTa ist, gibt es auch ein Muttertagsgeschenk. Bisher immerhin nichts superkitschiges oder mit seltsamen Sprüchen versehenes (bemalte Tasse und bemalte Flüssigseife). Ich bin daher noch nicht ganz auf Krawall gebürstet.

ich finde aber den Gedanken Muttertag zu nutzen um auf die Hürden, die die Gesellschaft Eltern in den Weg legt aufmerksam zu machen einen sehr guten.

Zum einen würde ich ja am liebsten erstmal die Traditionen umdrehen. Am Vatertag sollte man den Tag mit der Familie verbringen und am Muttertag sollte die Mutter mit ihren Freundinnen ohne Familienanhang unterwegs sein. Wie oft lese ich von Müttern, die das Wochenende zu Hause mit ihren Kindern verbringen, weil der Vater mit seinen Kumpels Mountainbiken (oder was anderes) ist? Wie selten lese ich von Müttern, die Mann und Kinder daheim lassen um selbst mal ein Wochenende mit Freundinnen zu verbringen? Dann braucht man auch nicht wirklich einen Extra-Tag für die Väter um genau das zu tun, was sie eh oft genug am Wochenende machen. Genausowenig braucht man einen Sonntag, der vielen normalen Sonntagen gleicht.

Gehe ich auf den Gedanken zurück einen Wunschzettel an die Gesellschaft zu schreiben, so wünsche ich mir für unsere Eltern gute Betreuungsmöglichkeiten im Alter damit die Sandwichgeneration, die sich zwischen Betreuung der eigenen Eltern und Betreuung der eigenen Kinder befindet das etwas beruhigter angehen kann.

Dann wünsche ich mir vor allem für die Väter Arbeitgeber, die es den Eltern erleichtert Teilzeit zu arbeiten und das vor allem auch deutlich zu vermitteln. Wie häufig höre ich (vor allem von Männern): “ich kann in meinem Job nicht auf Teilzeit gehen” und dann höre ich, dass sie sich gar nicht getraut haben zu fragen. Wer weiss, vielleicht wäre das schon möglich gewesen.

Dann wünsche ich mir, vor allem hier in der Schweiz, gute ausserschulische Betreuung. Es kann doch nicht sein, dass Eltern in den ersten 4 Jahren bessere (wenn auch kostenintensivere) Betreuung für ihre Kinder finden als nach dem Eintritt in den Kindergarten, wo man nur mit elterninitiierten Mittagstisch es schaffen könnte eine Teilzeitstelle zu arbeiten.

Ach es gibt bestimmt noch viele Wünsche die ich äussern könnte, aber vieles wurde ja schon auf Twitter gesagt.